ilja.ruhl@anti-stigma.de

Anti-Stigma-Netzwerk

Sollten Sie Interesse an der Veröffentlichung einer Abschlussarbeit zum Thema “Stigmatisierung/Exklusion psychisch erkrankter Menschen” an dieser Stelle haben, möchte ich Sie bitten, sich bei mir zu melden: ilja.ruhl@anti-stigma.de

Auf dieser Seite möchte ich weitere nationale und internationale Anti-Stigma-Projekte vorstellen.

  • Das Aktionsbündnis für Seelische Gesundheit bietet eine Plattform zum Austausch, zur Vernetzung und zur Umsetzung einer bundesweiten Antistigma-Aktion.
    Im Bündnis engagieren sich Betroffene und Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie Vertreter aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik. Initiiert wurde es von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit dem Antistigma-Verein open the doors e.V. Schirmherrin der Initiative ist die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmid. Unter anderem organisiert das Aktionsbündnis die Berliner Woche der Seelischen Gesundheit.

    http://www.seelischegesundheit.net/

 

  • Die Initiative “Irrsinnig menschlich e.V.” geht seit Januar 2001 im Rahmen des Projekts “Verrückt? Na und!” in Leipziger Schulen, um dort über psychische Erkrankungen zu informiereren. Als besonders erfolgreich hat sich erwiesen, dass auch Betroffene den jungen Leuten in den Schulen von ihren Erfahrungen mit der psychischen Erkrankung erzählen.
    Interessant ist an diesem Projekt ausserdem die parallele Evaluation die klären soll, ob sich durch obige Aktionen Einstellungsänderungen bezüglich psychisch erkrankter Menschen erreichen lassen. Der Verein sucht bundesweit Kooperationspartner und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Betroffenen, LehrerInnen und anderen Interessierten. Als weiteres Angebot bietet der Verein themenspezifische Beratungen für JournalistInnen an. Die Internetadresse der Inititative lautet:
    www.irrsinnig-menschlich.de

 

  • Herr A. Kernchen baut zur Zeit eine Anti-Stigma-Kampagne im Bereich Düsseldorf und Ruhrgebiet auf. Geplant sind Unterrichtsbesuche, aber auch andere öffentlichkeitswirksame Projekte wie Dichterlesungen und der Ausbau des Psychoseseminars. Bei Interesse zur Kooperation kann gerne Kontakt aufgenommen werden. Die Homepage von Herrn Kernchen und seine Kontaktadresse finden Sie unter: http://www.psych-handicap.de

 

  • Die Anti-Stigma-Kampagne Münster hat unter der Leitung von Frau L. Schmitz-Moormann in den letzten Jahren auf vielvältige Weise die Öffentlichkeit angesprochen. Es wurden DichterInnenlesungen veranstaltet, zu einem Filmabend geladen und Theateraufführungen arrangiert. Im November 2003 konnte durch EU-Fördergelder ein Schulprojekt realisiert werden. Insgesamt wurden 450 Schüler in drei Schulen (9. und 10. Klasse) über psychische Erkrankungen informiert. Außerdem haben alle SchülerInnen mit psychisch erkrankten Menschen, die mit in die Schulen gekommen sind, intensive Gespäche geführt. Besonders diese Gespräche fanden bei den Jugendlichen großen Anklang.
    www.trialog.sh

 

  • In München engagiert sich die Anti-Stigma-Kampagne BASTA. Im Rahmen dieser Kampagne werden u.a. diskriminierende Presse- und Werbetexte angemahnt. Das Projekt bietet für Schulen ein Unterrichtspaket an, mit dem zum Thema “Stigmatisierung psychisch kranker Menschen” mit Jugendlichen gearbeit werden kann. Die Internetadresse lautet: http://www.openthedoors.de/

 

  • In Erfurt werden regelmäßig Informationsveranstaltungen zum Thema psychische Erkrankung durchgeführt. So wurde u.a. der Dokumentarfilm “Ich bin schizophren, aber nicht verrückt” vor Jugendlichen gezeigt. Verschiedene Projekte wie z.B. Straßenbefragungen, die von Studierenden durchgeführt werden, begleiten diese Projekte. Initiator ist Prof. Giese: http://www.fh-erfurt.de/forschung/transferkatalog/Leistungsangebote/sozialwesen/gi ese.htm

 

  • Die Kampagne von Thomas Bock und seinen MitarbeiterInnen ist in Hamburg ansässig und nennt sich “irre menschlich”. In Hamburg wird seit Jahren erfolgreich mit Schulen zusammengearbeitet. Die Initiative bietet u.a. einen Medienkoffer zur Ausleihe an. Dieser enthält Bücher für verschiedene Altersgruppen im Klassensatz. Im Internet finden Sie das Projekt unter: http://www.irremenschlich.de/agirre.htm

 

  • Weitere Kampagnen laufen in Kiel und Itzehoe. Leider liegen mir von dort keine Informationen vor. Falls jemand zu den zwei norddeutschen oder anderen regionalen Projekten Informationen hat, würde ich mich über eine Kontaktaufnahme freuen.

 

  • Andere Kampagnen (englischsprachige Seiten) finden sich unter den folgenden Links:
  • www.stigma.org

    www.nami.org
    (protestorientiert, Kritik an Diskrimierung im öffentlichen Raum (Werbung, Produktnamen, Medien etc)

    Achiving the Balance
    Informationspaket für Journalisten und Medienschaffende zur richtigen Berichterstattung über und Darstellung von Suiziden und psychischen Erkrankungen.

    ADS Center
    Programm des “Center for Mental Health Services (CMHS)” hilft Einzelpersonen, öffentlichen und privaten Organisation bei der Planung von Programmen und Kampagnen zur Reduzierung von Stigma und Diskriminierung im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen.

    The Anti-Stigma Project
    Das Projekt wurde bereits 1993 von der “Maryland Mental Hygiene Administration” in Zusammenarbeit mit der “On Our Own of Maryland, Inc.” gegründet. Es handelt sich dabei um einen Zusammenschluss von Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen, LehrerInnen.

    Bazelon Center
    Das “Bazelon Center for Mental Health Law” setzt sich für die Rechte psychisch erkrankter Menschen ein.

    Breaking the silence
    Die Internetseiten enthalten Unterrichtseinheiten, Spiel und Poster über psychische Erkrankungen für den schulischen Einsatz.

    Erase the Stigma
    Projekt eines Radiosenders in Pennsylvania.

    National Mental Health Awareness Campaign
    Kampagne, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Angst und das Stigma psychischer Erkrankung zu bekämpfen. Es handelt sich um eine Medien übergreifende Initiative.

    Sane
    Australische landesweite Kampagne, die mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Gruppen zusammenarbeitet.

    Stamp out Stigma
    Informationskampagne, die ein positives öffentliches Bild psychischer Erkrankung zum Ziel hat. Das Projekt informiert die Öffentlichkeit über die persönlichen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Verbesserungen für Menschen, die mit einer psychischen Erkrankrung leben.

     

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